Chichicastenango

Dieser Markt gehört wohl zu den spektakulärsten in ganz Lateinamerika! Zweimal pro Woche lässt sich hier ein Farbenmeer aus frischem Obst, Gemüse und traditionellen Textilien bewundern – entsprechend groß ist auch der Andrang von Touristen. Trotzdem ist es ein Erlebnis, sich an scheinbar endlosen Reihen bunter Stände vorbeizuschieben, riesige Karotten zu bestaunen und sich in einer der Garküchen vom Inhalt der brodelnden Kochtöpfe überraschen zu lassen.

Atitlán-See

Dieser See hat ohne Frage eine besondere Anziehungskraft. Spirituelle Gesellen spüren hier eine angeblich besonders starke Erd-Energie, weniger tiefgründige Globetrotter bezeichnen ihn schon mal als „schönsten See der Welt“. Fest steht, dass der Atitlán-See umgeben von Vulkanen und kleinen Dörfern mit seinem tiefen, in allen grün-blau-grau-Nuancen schimmernden Wasser einen Platz weit oben auf der Rangliste verdient hat – vor allem, wenn die Morgensonne das leuchtende Rot glühender Lavaströme am Horizont ablöst.

Tag der Toten in Sumpango

Jeden 1. November erwacht der unscheinbare Ort Sumpango zum Leben, wenn die Bewohner den Tag der Toten feiern. Dazu basteln sie kunterbunte Drachen aus Papier und Bambus, von denen einige locker mehr als zehn Meter Durchmesser haben. Kleinere Exemplare lassen sie im Nachmittagswind steigen, als Symbol der Verbindung zwischen Himmel und Erde. Tausende Besucher bestaunen dann die fliegenden Kunstwerke – oder gehen in Deckung, wenn doch mal einer der Drachen zu Boden rauscht.

Acatenango-Vulkan Trekking

Diese Tour garantiert tagelangen Muskelkater… 1.500 Höhenmeter führt der Pfad durch feuchten Wald und über rutschige Asche immer steil bergauf. Aus dem Zelt zu schauen und den gegenüberliegenden Fuego-Vulkan donnernd Lava spucken zu sehen, ist aber eines der faszinierendsten Erlebnisse Guatemalas!

Antigua Guatemala

Keine Stadt in Guatemala hat einen größeren Wohlfühlfaktor! In den bunten Häusern aus der Kolonialzeit finden sich unzählige gemütliche Unterkünfte, Cafés oder Restaurants – oft mit einem ruhigen, liebevoll bepflanzten Innenhof. Dutzende Kirchen und Klöster (oder zumindest ihre Überreste) zeugen von der Blütezeit im 17. Jahrhundert, als Ordensgemeinschaften um die prächtigsten Bauten der Stadt wetteiferten. Heute liegen die größten Sehenswürdigkeiten Antiguas in der Umgebung und machen die Weltkulturerbe-Stadt zum perfekten Ausgangspunkt für Vulkan-Besteigungen und Besuche auf bunten Märkten oder rauschenden Dorffesten.

Chiatura

Diese Stadt wurde nach dem Ende der Sowjetunion anscheinend einfach vergessen: Chiatura modert vor sich hin – und mit ihr 60 Jahre alte eiserne Seilbahnen! Sie sind noch im Originalzustand und sehen so verrostet aus, als würden sie bei der nächsten Fahrt einfach vom Tragseil bröseln. Tun sie aber bislang nicht.

Katskhi-Säule

Auf einem 40 Meter hohen Kalksteinfelsen lebt ein einsamer Mönch. Eine kleine Kapelle und ein Wohnhaus mit Weinkeller – was braucht es mehr für ein Einsiedlerleben? Lebensmittel schicken ihm Gläubige über einen Flaschenzug nach oben und zweimal pro Woche klettert der Mönch eine lange senkrechte Leiter herab, um unten Gottesdienst zu feiern.

Achalziche (Rabati)

Eines von Georgiens touristischen Highlights ist eigentlich eine historische Mogelpackung: Große Teile der vollständig rekonstruierten Rabati-Festung haben in der Geschichte so gar nicht existiert – oder zumindest nie gleichzeitig. Trotzdem fügen sie sich zu einer scheinbar authentischen Burg-Anlage zusammen, die es zu erkunden lohnt!

Höhlenkloster Wardzia

Wardzia beeindruckt mit hunderten in den Fels gehauenen Räumen, die verbunden sind durch ein unterirdisches Tunnelsystem. Uralte bunte Fresken in einer Kapelle zeugen außerdem von der frühen Blütezeit der Region vor 700 Jahren. Damals war das Höhlenkloster ein wichtiges religiöses Zentrum Georgiens – heute ist es eine imposante Pilgerstätte für Touristen.

Schmalspurbahn Bordschomi-Bakuriani

Lok und Waggons des kleinen Zuges pfeifen, quietschen, klopfen und rattern, während er in äußerst gemächlichem Tempo durch dichten Nadelwald kurvt – gestoppt wird an jeder noch so verwahrlosten Station im gefühlten Nirgendwo. Die 2,5-stündige Fahrt zwischen Bordschomi und Bakuriani mit Georgiens einziger Schmalspurbahn ist nicht nur für Eisenbahnenthusiasten ein Erlebnis!