Im Tiefflug über die Berge des Mount Aspiring Nationalparks – dicht vorbei an zerklüfteten Gletschern, schneebedeckten Gipfeln und leuchtend blauen Seen – anschließend mit dem Schiff durch den weltberühmten Milford Sound – und wieder zurück. Superlative ausgepackt – das ist sprichwörtlich atemberaubend!

Pilot Liam steuert die Gippsaero GA8 Airvan mit Platz für sieben Passagiere. Außer uns und einem weiteren Pärchen ist an diesem Tag nur noch eine Trainee-Copilotin an Bord. Auf der kurzen Startbahn des Flughafens Queenstown heben wir gen Süden ab, drehen eine Linkskurve und tauchen ein in die Bergwelt des Mount Aspiring National Parks.

Mount Aspiring National Park

Der Flug ist wahrhaft atemberaubend! Auf etwa 4.500 Fuß Höhe ziehen erst kleinere Berge unter uns vorbei, bevor die Landschaft zunehmend felsig wird, die Bergrücken steiler und plötzlich durchfurchte Gletscher und weiße Schneefelder vor dem Fenster auftauchen. Wir fliegen dicht an majestätischen Gipfeln und Hängen vorbei und können uns an dieser berauschenden Landschaft gar nicht satt sehen. Spektakulär ist kein Ausdruck! In unserer brummenden Wackelschachtel mit Flügeln kommen wir uns sehr klein vor. 

Mound Aspiring Nationalpark
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Mound Aspiring Nationalpark
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Mound Aspiring Nationalpark
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Mound Aspiring Nationalpark
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Auf der rechten Seite kommt die Tasmansee in Sicht. Wir passieren noch einen Bergrücken und schweben dann bereits über dem berühmten Milford Sound. Mit dem Auto oder Bus ist es eine Tagestour über die „spektakulärste Einbahnstraße der Welt“ bis hierher. Doch wir sind noch nicht einmal eine halbe Stunde in der Luft…

Milford Sound

Wir durchfliegen Milford Sound der Länge nach und kehren über der Tasmansee wieder um. Anflug auf kleinen aber gut frequentierten Landeplatz: Von hier geht es zu Fuß weiter zum Bootsanleger, am Ufer des Fjords entlang durch feuchte, kühle, regenwaldartige Vegetation voller Farne. 

Auf dem Flugplatz von Milford Sound

Auf dem Wasser ist es mit der Exklusivität erst einmal vorbei. Etwa eine Handvoll Schiffe legt zur gleichen Zeit ab, wir stehen an Deck eines großen Katamarans von Southern Discovieries. Zum Glück ist es nicht voll – und zum Glück haben wir kein Mittagessen gebucht und werden – wie die anderen Passagiere – gleich nach dem Einstieg am Buffet vorbei geschleust. Wir suchen uns einen guten Platz an der Reling und bestaunen das Naturwunder Milford Sound vom Wasser aus. Die Hänge rechts und links sind steil, das Wasser einige hundert Meter tief. 

Milford Sound liegt in einer der regenreichsten Regionen der Erde. Doch das Gelände ist felsig und bietet kein Erdreich, das Regenwasser speichern könnte – also reiht sich ein Wasserfall an den nächsten. Zwar führen sie im Frühling mehr Wasser, viele sind aber auch jetzt sehr imposant. Einige entspringen ganz oben und fallen dann teils in mehreren Stufen herab bis ins Wasser. Andere kommen gar nicht erst unten an, weil sie vorher vom Wind zerstäubt werden. Wir haben Glück: Heute regnet es nicht. Nur der Wind ist teils recht stark. Doch wir sind schließlich hier, um die Natur zu erleben. Also ziehen wir die Reißverschlüsse unserer Jacken zu und staunen. 

Milford Sound
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Das Schiff durchfährt den ganzen Milford Sound bis zur Tasmansee – die gleiche Strecke, die wir bereits überflogen sind. Doch vom Wasser aus ist der Fjord noch imposanter! Irgendwo hinter dem Horizont liegt Australien… Delfine, die hier häufig durchs Meer springen, sichten wir heute keine. Dafür ein paar faule Seelöwen, die sich auf einem Felsen fläzen. 

Das Highlight des Törns sind die Stirling Falls, einer von zwei ständigen Wasserfällen im Milford Sound. Das Schiff fährt dicht heran, Sprühnebel bedeckt die Linsen der Kameras. Aber die Perspektive ist gigantisch! 

Stirling- und Bowen Falls im Milford Sound

Zurück fliegen wir erneut über die spektakuläre Berglandschaft. Die Route führt diesmal südlicher an Lake Quill vorbei, aus dem sich die Southerland Falls wie ein weißer dünner Faden knapp 600 Meter in die Tiefe abseilen. Ein weiteres besonderes Highlight ist der eisblaue Lake Erskine, der nur mit dem Helikopter erreichbar ist (nicht, dass dort noch keine Hochzeits-Fotoshootings stattgefunden hätten, wie uns Instagram später verrät…). Die Ausläufer von Lake Te Anau im Blick, folgen wir schließlich Lake Wakatipu zurück nach Queenstown. 

 

Tipps:

  • Knapp eine Handvoll kleiner Unternehmen bietet Rundflüge von Queenstown nach Milford Sound an. Sie unterscheiden sich (abgesehen von der ohnehin variablen Route) in der Größe der Flugzeuge, des Schiffes und (minimal) beim Preis. Wir hätten uns keinen schöneren Flug ausmalen können als mit Glenorchy Air. Deshalb sei ihr “Cruise & Fly Milford Sound” wärmstens empfohlen – und Pilot Liam sowieso. 
  • In der McBride Street westlich des Flughafens gibt es kostenlose Parkplätze.