Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Gennargentu-Gebirge
Lago del Cedrino
Lago del Cedrino
Lago del Cedrino
Lago del Cedrino
Lago del Cedrino
Lago del Cedrino
Lago del Cedrino
Lago del Cedrino
Lago del Cedrino
Lago del Cedrino
Lago del Cedrino
Lago del Cedrino
Lago del Cedrino
Lago del Cedrino
Quelle Su Gologone
Quelle Su Gologone
Quelle Su Gologone
Quelle Su Gologone
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Wer seine Strandschlappen gegen Trekkingschuhe tauscht, findet im Osten Sardiniens ein Outdoor-Paradies! Neben beliebten (Halb-)Tageswanderungen zu tiefen Schluchten oder uralten Siedlungen führen höchst spärlich markierte Wege auch zu entlegenen Flecken des Gennargentu-Massivs. Und auf einem Stausee lassen sich die Felswände sogar per Paddelboot bestaunen.

Schon die Anfahrt über holperige Pisten und unzählige Kurven macht Lust darauf, die zerklüftete Landschaft rund um die höchsten Berggipfel Sardiniens (bis zu 1834 Meter) zu entdecken. Guter Ausgangspunkt mitten in den Bergen ist das Valle di Lanaitto. In das Tal führt ab der Quelle Su Gologone (s.u.) eine sieben Kilometer lange, ungeteerte Straße. Es gibt mehrere Parkplätze, wir lassen das Auto nahe der Grotta di Sa Oche stehen und laufen los. 

 

Wanderung nach Tiscali

Mindestens drei Wege führen hinauf zur Jahrhunderte alten Nuraghensiedlung Tiscali unter einem großen Felsvorsprung auf gut 500 Metern Höhe. Wer schon im Valle di Lanaitto ist, hat zwei Möglichkeiten, die dritte Route führt von der anderen Seite des Berges nach oben und ist z.B. hier beschrieben. Wir folgen den Pfeilen nach Tiscali und landen so auf der steilen West-Route. Zum Glück müssen wir dank einiger Wolken nicht durch die pralle Sonne stiefeln! Allerdings lässt sich auch nur auf dieser Route der Blick über das ganze Lanaitto-Tal genießen – höchste Zeit für eine Pause. 

Wanderung nach Tiscali

Weiter führt der Pfad im Zickzack bergauf und durch eine sehr schmale Felsspalte, vorbei an hellen, in irre (und sehr spitze) Formen erodierte Felsen. Tiscali selbst ist nicht besonders spektakulär. Es braucht schon viel Fantasie, um sich aus den verbliebenen Grundmauern eine Siedlung für womöglich 200 Bewohner vorzustellen. Auf dieser Tour ist also definitiv der Weg das Ziel. 

Deshalb wählen wir für den Abstieg die Ostseite (wie hier in umgekehrter Richtung beschrieben). Der Weg führt in südöstlicher Richtung bergab, bevor er dem nach Norden verlaufenden trockenen Flusslauf des Rio su Cadulone folgt. Durch den Wald des Lanaitto-Tals geht es zurück zum Parkplatz. 

 

Paddeln auf dem Cedrino-Stausee

Der einzige natürliche See auf Sardinien (Lago Baratz) liegt im Nordwesten bei Alghero. Alle anderen Seen der Insel sind Stauseen – wichtig für die Trinkwasserversorgung der Insel und die Landwirtschaft. Der Cedrino-Stausee entstand bis in die 1990er Jahre und ist jetzt ein ausgezeichnetes Paddelrevier vor der Kulisse hunderte Meter hoher Felshänge

Blick von der San Pantaleo-Kirche

Aus Richtung der Staumauer kommend mündet hinter der Brücke links der Frumeneddu-Fluss in den Cedrino. Wenn der Wasserstand hoch ist, kann man hier tief in die Schlucht hineinfahren. Bei unserer Tour ist leider schon vor den Ruinen einer alten Minenanlage Schluss – nur noch matschiges Ufer. Also paddeln wir den Cedrino hinauf und legen unterhalb der Chiesa di San Pantaleo an. Die Kirche aus dem 17. Jahrhundert ist nur noch mit dem Boot erreichbar, da der Stausee den alten Aufgang überschwemmt hat. Von hier oben schweift der Blick weit über das Wasser und die Berge rundherum. 

Weiter flussaufwärts werden die Landschaft wilder, die Klippen und Felsen steiler – und die Paddler einsamer. Am Ufer weiden ein paar Schafe, Reiher recken ihre Hälse und aus dem Wasser springen hie und da Fische und schnappen nach Luft. Der Fluss ist hier zunehmend algengetrübt und grün. Noch knapp zweieinhalb Kilometer bis zur Quelle Su Gologone.

Quelle Su Gologone

 

Quelle Su Gologone

Kilometerweit bahnt sich versickertes Regenwasser aus dem Supramonte-Massiv seinen Weg durch das poröse Gestein, bis es hier sprichwörtlich glasklar aus einer Felsspalte quillt. Über Jahrtausende formte es ein Karsthöhlensystem, das erst seit etwa 60 Jahren erforscht wird. Um in die Tiefen des Wassers unter dem Berg vorzudringen, setzten wagemutige Höhlenforscher ihr Leben aufs Spiel – einer verlor es bei einem Tauchgang 1992. Bis zu 135 Meter Tief drang ein anderer in die Tiefe vor. Bis heute ist das Ende der Wasserhöhle wohl nicht erreicht. Faszinierend!