Triglav Nationalpark
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Drei Tage führt diese Wanderung durch das traumhafte Sieben-Seen-Tal, über eine hochalpine Geröllwüste, am Fuße des höchsten Bergs Sloweniens entlang und durch die Mostnica-Schlucht zurück zum Bergsee Bohinjsko jezero.

Die Rucksäcke sind bereits in Ljubljana gepackt – noch ein letztes Mal duschen, bevor in der nächsten Zeit wohl Feuchttücher reichen müssen. Wir wandern drei Tage durchs Kernland des Triglav-Nationalparks in den Julischen Alpen in der Region Bohinj (dt. Wochein) – von Hütte zu Hütte.

Die Route


Start ist am Parkplatz in Bohinjska Bistrica. Hier halten mehrere Wanderbus-Linien, optimal für einen Rundweg durch den Triglav-Nationalpark. Wir nehmen den Bus bis nach Ukanc und wandern von hier über die Koca pri Savici zur Hütte Koca pri Triglavskih jezerih. Am nächsten Morgen führt der Weg weiter durchs Sieben-Seen-Tal zur Koca na Dolicu und dann unterhalb des Triglav-Massivs zur Hütte Vodnikov dom. Am dritten Tag geht’s wieder bergab nach Slap Voje und durch die Mostnica-Schlucht zur Bushaltestelle am östlichen Ufer des Bohinjsko jezero mit Anschluss nach Bohinjska Bistrica. Insgesamt gut 36 Kilometer – knapp 2000 Meter bergauf und 2000 wieder bergab.

 

Ukanc – Koca pri Triglavskih jezerih

(ca. 5,5 Std. Gehzeit, 9,5km, 1200 Meter bergauf)

Da müssen bzw. wollen wir rauf!

Was für ein See! Der Bohinjsko jezero glitzert in der Vormittagssonne. An seinem Ufer drängen sich dutzende Wohnmobile und Zelte, im Norden erheben sich majestätisch die Berge des Triglav-Nationslparks. Das Dorf Ukanc liegt an der Westseite des Sees. Dort angekommen sind wir beeindruckt von dem Panorama der uns umgebenden steilen Berghänge. Doch der zweite Gedanke ist: Da sollen wir rauf? Senkrecht erhebt sich der Fels – hunderte Höhenmeter, die schon beim Hinschauen Schmerzen in den Waden bereiten.

Bis zur Hütte Koca pri Savici ist der Weg asphaltiert aber nicht befahren – eine viel zu leichte Aufwärmetappe für das was folgt. Um den Aufstieg noch etwas hinauszuzögern, schlagen wir uns den Bauch mit Apfelstrudel und Blaubeerkuchen voll. Kalorien, die ziemlich schnell wieder abgebaut sein dürften. Oder schwer im Magen liegen? Eine Gratwanderung… Gut zwei Stunden dauert der harte Aufstieg durch glücklicherweise schattigen Buchen- und Kiefernwald. Einige Stellen sind klettersteigartig mit Drahtseilen gesichert aber auch mit Rucksack und ohne weitere Ausrüstung gut machbar. Zwischendurch blitzt immer wieder der Bohinj-See tief unter uns zwischen den Bäumen hervor.

Wer gut in der Zeit liegt, kann sowohl von der Hütte als auch vom Schwarzen See einen Abstecher zum Savica-Wasserfall machen. Er ist ein beliebtes Fotomotiv.

1.200 Höhenmeter bis zur Hütte Koca pri Triglavskih savici

Zur Belohnung der schweißtreibenden Etappe wartet nach etwa 650 Höhenmetern ein herrlicher Bergsee (Črno jezero – schwarzer See) – der erste im Sieben-Seen-Tal! Von hier sind es noch einmal gute zwei Stunden und 300 Höhenmeter bis zur Hütte Koca pri Triglavskih jezerih. Sie liegt äußerst idyllisch zwischen riesigen Wildblumenwiesen an einem weiteren kleinen See, nebenan ragt eine schroffe graue Felswand in den Himmel.

Etwa 200 Menschen drängen sich an diesem Wochenende in der voll ausgebuchten Hütte. Es gibt hier weder Duschen noch Seife noch warmes Wasser – aber gekühltes Bier und ein sättigendes Abendessen. Wir haben glücklicherweise früh gebucht (s.u.) und ein einfaches Doppelzimmer im Obergeschoss ergattert. Wahrscheinlich hätten wir aber auch genauso gut im Matratzenlager geschlafen: Erschöpfung, die frische Bergluft, prasselnder Regen – gute Nacht!

Koca pri Triglavskih jezerih – Vodnikov dom

(ca. 7,5h Gehzeit, 12,5km, 700 Meter bergauf, 500 Meter bergab)

Nach kräftigem Regen in der Nacht ist es am Morgen noch nieselig-trüb vor der Hütte, die graue Felswand nebenan wird verdeckt durch einen noch graueren Schleier aus Wolken. Wir halten die Regenjacken griffbereit und stapfen los. Erst gegen Mittag blitzt wieder etwas blauer Himmel hervor. Bis dahin haben wir das Tal bereits passiert und fast alle der sieben Seen in mystischer Nebelstimmung bewundert. Besonders schön ist der Jezero v Ledvicah. Er ist mit 300 Metern Länge und 15 Metern Tiefe der größte See des Tals. Den besten Blick hat man von einem Hügel an seinem Südufer.

Im Sieben-Seen-Tal

Die Baumgrenze ist überschritten, als wir am letzten See – dem flachen Zeleno jezero – den Abzweig zur Zasavska koča na Prehodavcih-Hütte links liegen lassen und steil bergauf steigen. Schon bald sind wir in alpinem Gelände, nur noch Steine und Geröll um uns herum und das ein oder andere Schneefeld, das dem Sommer trotzt. Auch die Wolken wählen unseren Weg durch die Berge und hüllen alles um uns herum in gleichförmiges, undurchsichtiges Hellgrau – doch immerhin regnet es nicht mehr. Auf ca. 2.340 Metern ist der höchste Punkt unserer Wanderung erreicht. Bergab geht es jetzt einen steilen Hang voller unangenehm-rutschigen Gerölls. Die Gipfel rundherum sind nur zu erahnen.

Aber unser Ziel ist auch ein anderes: Ziemlich erschöpft erreichen wir nach etwa fünf Stunden die Dolica-Hütte. Ihre Lage auf einem sehr schmalen Bergsattel ist spektakulär! Für mehr als eine Ruhepause können wir die Hütte allerdings nicht empfehlen. Das aufgetischte Mittags“gulasch“ für 11 Euro besteht aus genau zwei(!) kleinen Stückchen Fleisch. Zum Glück haben wir noch Müsliriegel im Rucksack…

Wie die meisten der höher gelegenen Hütten im Nationalpark wird auch die Dolica-Hütte (auf 2.151 Metern) vor allem mit Hubschraubern versorgt. Gerade zum Wochenanfang herrscht reger Flugverkehr, wenn die Helikopter wie mit Pollen beladene Hummeln über die Gipfel brummen und ihre Fracht in einem Netz an einem langen Seil baumelnd durch die Luft schwebt.

Auch die Wolken wählen unseren Weg über die Berge – bis zur Dolica-Hütte

Konzentration ist bereits am Wegweiser zurück ins Tal gefragt. Der richtige Pfad ist zwischen dem grauen Geröll kaum auszumachen. Links am Fels ist zwar ein Weg markiert, er führt allerdings zur Hütte Dom Planica, unterhalb des Triglav-Gipfels. Nach Vodnikov Dom geht’s bergab durch das wirklich traumhaft schöne Tal. Hier pfeifen Murmeltiere zwischen ihren Felsen, hüpfen Gämse umher und blühen saftige Wiesen.

Der Triglav ist mit 2.864 Metern Sloweniens höchster Berg. Es gibt mehrere Routen auf den Gipfel, die angeblich auch ohne große bergsteigerische Übung bewältigt werden können. Am einfachsten ist der Aufstieg von der Ostseite. Allerdings knubbeln sich hier am auch gerne so viele Besucher, dass es in dieser luftigen Höhe eng werden kann am Klettersteig. Den Slowenen ist es offenbar sehr ernst damit, dass jeder von ihnen einmal im Leben den Gipfel bestiegen haben soll… Wir wandern unterhalb des Bergmassivs und warten weiter darauf, einen Blick auf den Gipfel zu erhaschen, der sich sich meist schon gegen Mittag in eine Wolkendecke hüllt.

Murmeltier-Paradies: das spektakulär schöne Tal am Fuße des Trivlav-Massivs

Nach der Muh-Probe, durch eine größere Herde Kühe zu wandern, die sich auf dem Wanderpfad breit gemacht hat, folgt noch ein letzter steiler Anstieg bis zur Hütte. Von ihrer Terrasse fällt der Blick auf die Alm; es gibt in eiskaltem Brunnenwasser gekühlte Getränke – und natürlich Muskelkater.

 

Vodnikov dom – Ribcev Laz

(ca. 6:15h Gehzeit, 14km, 1300 Meter bergab)

Stau am Gipfel – und in der Luft: am Montag werden die Hüttenvorräte wieder aufgestockt – ständig fliegen Helikopter über uns

Den ganzen Tag nur bergab – klingt optimal für die letzte Etappe im Triglav-Nationapark! Schon beim Aufbruch von der Hütte Vodnikov Dom um 8:30 Uhr kommen uns Wanderer entgegen, die bereits mehr als die Hälfte ihrer Tagestour geschafft haben – und als Ziel den Triglav-Gipfel vor sich haben. Uns reicht der Blick hinauf: das Gipfelkreuz ist hinter einem Wolkenschleier kaum auszumachen – dafür umso deutlicher ein bunter Funktionsjackenstau am Grat.

Das Tal schläft noch unter einer dicken federweißen Wolkendecke, als wir den steilen Abstieg beginnen. Im Zickzack führt der Pfad durch einen hübschen Wald voller Farne und Wildblumen, später dann auch durch dunklere Abschnitte, in denen eine dicke Schicht Bucheckern unter den Schuhen federt. Nach einer Reihe grüner Wiesen ist es leider vorbei mit der Idylle: den letzten Abschnitt rutschen wir auf einem steilen Forstweg voller losen Gesteins hinab bis nach Slap Voje – im Übrigen ein exzellenter Ort, um ausgezehrte Wanderer-Mägen mit deftiger slowenischer Hausmannskost zu beschweren und eine Pause einzulegen. (Aufwachen nach dem Mittagsschlag nicht vergessen!)

Durch die Mostnica-Schlucht geht’s zurück zum Bohinjsko jezero

Als Verdauungsspaziergang bietet sich der kurze (aber rutschige) Weg zum Wasserfall Slap Mostnice an. Und auch auf der letzten, etwa zweistündigen Etappe zurück zum See Bohinjsko jezero gibt es immer wieder hübsche Stellen, an denen sich die smaragdgrüne Mostnica tief ins Gestein gefressen hat und durch die Klamm gurgelt. Den See bekommt das Flüsschen übrigens nur ganz knapp nicht zu Gesicht: Es mündet wenige Meter nach dem Abfluss in die Wocheiner Save, die sich den langen Weg über Belgrad und den Zusammenfluss mit der Donau ausgesucht hat, um irgendwann ins Schwarze Meer zu münden. Für uns ist am Bohinjsko jezero Schluss. Wer mag, kann direkt am Ende des Wanderwegs an einer der hübschen Badestellen in den See hüpfen.

 

Tipps:

  • Um Autoverkehr im Nationalpark möglichst zu vermeiden, sind die Wanderbusse im Sommer kostenlos. Am Wochenende gibt es mehr Verbindungen.
  • Die Hütten sind v.a. in den Sommermonaten schnell ausgebucht. Wer Wert auf einen bequemen Schlafplatz legt, sollte so früh wie möglich buchen. (Links zu den Hütten inkl. Reservierungssystem am rechten Rand)
  • Trinkflaschen können an den Hütten aufgefüllt werden, Duschen gibt es aber (wenn überhaupt) nur gegen Gebühr.
  • Wer die Tour zum Gipfel verlängern möchte, geht sie am besten in umgekehrter Richtung und plant einen zusätzlichen Tag ein. Und auch wenn hie und da anderes zu lesen ist: Ein Bergsteiger(!)-Helm zum Schutz vor herabfallenden Steinen, die von anderen Wanderern oberhalb losgetreten werden können, ist Pflicht – ein Klettersteigset kann zusätzliche Sicherheit bieten. Die Ausrüstung kann zwar an den Hütten ausgeliehen werden – was bei einer Rundtour allerdings wenig praktikabel ist.